Importieren / Exportieren, wie geht das?

Wie viele von euch wissen ging auch in diesem Jahr ein Welpe aus meiner Zucht mit dem Flugzeug in das neue Zuhause. Und auch meine Juneau ist mit dem Flugzeug zu uns gereist. Aber wie läuft das? Fangen wir beim Import an. Das heisst man holt sich einen Hund aus dem Ausland. Von wo, spielt eigentlich keine Rolle. Meine Hunde sind eigentlich alle aus dem Ausland bis auf Sadie, die bei uns geboren wurde. Kani, der Stammpapa stammt aus Tschechien, Sioux die Stammmama aus der Slowakai. Jenna, obwohl ihr Papa aus unserer Zucht ist, aus Deutschland und Juneau aus Amerika.

Bunte Truppe also. Nun der Import aus den Nachbarländern ist nicht weiter schwer und aufwendig. Manchmal muss man weite Strecken in Kauf nehmen und natürlich die Zollhürde korrekt ausführen. Welpen unter 12 Wochen dürfen ohne Tollwut Impfung in die Schweiz reisen mit gültiger Kombiimpfung und Chip natürlich. Am Zoll muss immer gestoppt werden, um den Hund zu verzollen und den nötigen Zollstempel zu bekommen für das Impfbuch. Ist ein Hund älter als 12 Wochen muss eine Tollwut Impfung gemacht werden. Eigentlich alles recht simpel. Komplizierter wird es, wenn Hunde mit dem Flugzeug einreisen. Das braucht es viel mehr organisatorische Arbeit im Voraus und ist in der Regel auch mit hohen kosten verbunden.

Wenn man den Welpen nicht selbst abholt, hat man die Möglichkeit eine Nanny zu engagieren oder man wendet sich an einen Petservice. Beides kann unterschiedlich teuer sein, aber man muss je nach Land zwischen 2000.- und 4000.- Dollar rechnen und das ohne den Preis des Welpen mit eingerechnet. Man braucht also ganz schön Vertrauen zum Züchter. Unsere Juneau wurde damals von Madlen (Exotic Spots Dalmatiner) nach Deutschland gebracht. Juneau hat die Reise sehr gelassen genommen. Später kam Juneau im Alter von 7 Monaten zu uns. Ein Export ist ebenfalls aufwendig, den es muss alles genau und korrekt ausgeführt werden. Auch da ist es nicht kompliziert in die Nachbarsländer Hunde abzugeben aber trotzdem gibt es einiges zu beachten.

Die EU hat andere Vorschriften wie die Schweiz. Es ist immer am besten, wenn man sich vorab mit dem dortigen Veterinäramt auseinandersetzt und sein Vorhaben schildert. Der zweite Schritt ist das Zollamt. Als Züchter schaue, ich das ich die nötigen Papiere habe und die nötigen Impfungen, der Rest ist Sache des Besitzers. Ohne gültigen Heimtierausweis geht allerdings ohnehin nichts, darum lasse ich bei Impfen auch immer die mitgeben. Ein Export, der etwas weiter weg ist oder nicht in der EU kann komplizierter und aufwendiger sein. Auch hier gibt es verschiedene möglichkeiten. Der Besitzer holt das Tier selbst, der Züchter bringt es oder eine Nanny/ Petservice. Ein Petservice ist natürlich nicht gerade günstig aber am sichersten in meinen Augen. Es wird vorab geklärt, was es alles braucht damit es beim Flug keine Komplikationen gibt.

Die jeweiligen Bestimmungen bezüglich Einreise ist von Land zu Land sehr unterschiedlich und muss man natürlich vorher abklären. Viele Länder erlauben das Einreisen ohne Tollwutimpfung bei Welpen unter 12 Wochen andere Länder wiederum nicht. Die kosten für den Export übernimmt der Käufer. Egal ob Export oder Import man muss sich ausreichend informieren und je nachdem mit hohen kosten rechnen. Zudem braucht es auch eine gute Vertrauensbasis. Gerade, wenn man Hunde aus dem Ausland importiert und weder die Eltern noch den Züchter und seine Zucht gesehen hat, ist Vorsicht geboten. Auf einer Internetplattform kann man sich sexy präsentieren, was dann Wirklichkeit ist, ist eine andere Geschichte. Man muss sich also schon sicher sein, was man tut. Auch hier gilt andere Länder andere Sitten. Das gleich gilt auch umgekehrt, wenn ein Hund weit weg soll, dann, nur wenn man sicher ist, dass der Platz auch gut ist. Auf die Ferne ist das nicht immer leicht, so viel ist klar.

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